Festgottesdienst in Bremen-Osterholz

Am Sonntag, den 10. August 2025, besuchte uns Stammapostelhelfer Helge Mutschler in Begleitung unseres Apostels Schulz – eine große Freude für uns. Der Gottesdienst wurde im gesamten Bezirk übertragen und stand unter dem Bibelwort aus Habakuk 2,20: „Aber der HERR ist in seinem heiligen Tempel. Es sei stille vor ihm alle Welt!

Ein machtvoller Vers, der uns direkt hineinführte in die Botschaft dieses Vormittags: Gott ist da – mitten unter uns – und in seiner Gegenwart darf Ruhe einkehren.

Der Chor leitete mit dem altvertrauten Lied „Schaff in mir Gott ein reines Herz“ musikalisch in die Besinnung ein und bereitete die Herzen auf das vor, was folgen sollte.

Stammapostelhelfer Mutschler begann seine Predigt mit einem eindrucksvollen Bild: Er verglich unsere innere Unruhe mit einem Glas schmutzigen Wassers. Um es wieder klar zu bekommen, braucht es nicht viel Aktion – manchmal genügt es, es einfach stehen zu lassen. Der Schmutz sinkt mit der Zeit nach unten, und das Wasser wird wieder klar. So auch in uns: Wenn Gedanken, Sorgen und Gefühle uns trüben, hilft es, zur Ruhe zu kommen. In einer lauten Welt voller Ablenkung ist das eine große Herausforderung – aber gerade deshalb ist es so wichtig, die Stille mit Gott zu suchen. Wer das schafft, wird erleben, wie Klarheit entsteht – im Kopf und im Herzen.
Denn Gott ist lebendig, gegenwärtig, und wenn wir ihm begegnen, kehrt Frieden ein. Der Schlüssel dazu: Wir müssen ihm unser Herz öffnen. Dann wird er zu uns sprechen – durch Impulse, durch sein Wort, durch das Gebet. 

Unser Apostel ergänzte die Predigt mit dem Gedanken, dass wir unser Herz vor Gott sprechen lassen sollen. Wenn wir uns auf ihn ausrichten, wird er uns immer wieder Mut machen und uns Wege zeigen. Denn Gott ist immer der Wirkende – auch dann, wenn wir es vielleicht nicht sofort erkennen.

Auch unser Bezirksältester Gobrecht diente mit und forderte uns auf, in dieser lauten Zeit einmal bewusst still zu werden – denn manchmal können wir erst in der Stille die Stimme Gottes wirklich hören. 

Diesen Gedanken griff Stammapostelhelfer Mutschler nochmals auf und sagte sinngemäß: Vielleicht hören wir Gott manchmal einfach deshalb nicht, weil es in und um uns herum zu laut ist. Aber in der Stille erkennen wir, dass wir in Gottes Hand sind – sicher und geborgen.

Ein besonders berührender Moment war die Versiegelung des kleinen Taavi. Der Stammapostelhelfer verglich diese Handlung mit dem Pflanzen eines Samenkorns. Es wurde nun ein göttlicher Same in das Herz des Kindes gelegt. Und wie jeder Same braucht auch dieser Liebe, Wärme, Fürsorge, Luft und Licht – durch die Eltern, die Gemeinde, durch Gottes Gnade. Wir als Gemeinde freuen uns sehr, Taavis Weg mit begleiten zu dürfen.

Am Ende des Gottesdienstes gab uns Stammapostelhelfer Mutschler eine kraftvolle Zusicherung: Wir haben eine Zukunft. Hoffnung ist da. Auch wenn die Zeiten unsicher erscheinen, wenn die Welt uns überfordert oder wenn Fragen offen bleiben – wir dürfen die Hoffnung nicht verlieren. Denn Gott geht mit. Er kennt den Weg und lässt uns nicht allein.

Zum Abschluss sang der Chor das Lied „O du mein Trost“. Eine musikalische Umarmung zum Schluss – mit starken, tröstlichen Worten.
Ein kraftvolles Bekenntnis: Gott ist unsere Zuflucht, unser Trost – in allem, was das Leben mit sich bringt.

Nach dem Gottesdienst gab es Gelegenheit zu herzlichen Begegnungen beim gemeinsamen Ausklang mit Bratwurst, einem bunten Buffet und vielen schönen Gesprächen. Auch hier war die Freude über das Erlebte deutlich spürbar – ein gelebtes Miteinander in der Gemeinde.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die dieses besondere Ereignis vorbereitet, begleitet und mitgestaltet haben – durch Organisation, Musik, liebevolle Dekoration und tatkräftige Hilfe.

Was bleibt?
Ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit.
Eine neu belebte Hoffnung im Herzen.
Die Zuversicht, dass Gott da ist – auch in der Stille.
Und die Gewissheit: Wir sind in seiner Hand.